Du bist in die Situation gekommen, aus deiner Wohngemeinschaft, der Wohnung deiner Eltern oder deiner Freundin rausgeworfen zu werden. Du bist abgehauen, weil du keine Zukunft mehr in dir selbst siehst. Du weißt nicht, wo du eine Bleibe findest und vorallem wie es nun weiter gehen soll?

Egal in welche Situationen man verwickelt ist, es ist nicht schön und niemand möchte in diese hineingeraten. Auch, wenn man denkt, alles sei gut, sowas kann schnell jedem von uns passieren.

Unsere Freunde von Off Road Kids haben sich speziell für solche Tiefpunkte etwas spezielles einfallen lassen.

Ende 2016, pünktlich zum Abschluss von Spendendose 2, startete die erste virtuelle Streetwork-Station Deutschlands unter der Leitung von Markus Seidel, dem Vorstandssprecher von Off Road Kids, mit dem Ziel, den „versteckten Obdachlosen“, also Jugendliche, welche nur kurzfristig Unterschlupf bei Freunden oder Verwandten finden, wieder in ein geordnetes Leben mit Perspektive zu helfen. Wie viele Jugendliche es tatsächlich sind, kann nur geschätzt werden. Eine offizielle Zahl kam 2014 von dem Deutschen Jugendinstitut. Darin hieß es, dass es bundesweit 37.000 Jugendliche bis zu einem Alter von 26 Jahren gibt, welche keinen festen Wohnsitz besitzen.

Jetzt, vor allem im Winter, ist das Leben auf der Straße umso schwerer. Obdachlose haben mit Regen, Wind und vorallem Kälte zu kämpfen. Deswegen ist es nicht unüblich, dass Obdachlose erstmal einen Unterschlupf bei Bekannten oder Freunden suchen, was natürlich langfristig keine wirkliche Lösung ist.

Die Off Road Kids Stiftung hat sich neben der normalen Streetworker-Arbeit nun genau für solche Fälle spezialisiert. Zwischen Montag und Freitag sind die Betreuer auf sofahopper.de per Online-Chat von 10-15 Uhr erreichbar (ausgeschlossen Mittwochs). Außerhalb der Zeiten kannst du aber auch einen Rückruf anfragen. Alle angegebenen Daten sind Freiwillig und Anonym. Du musst also dir keine Gedanken machen, dass dein Problem weitererzählt wird.

– Kai